Stellenbeschreibung UX Designer: Vorlage für Schweizer Inserate
Diese Vorlage enthält Aufgaben, Muss- und Wunschanforderungen, das Lohnband nach Stufe, Pensum und Homeoffice für ein Schweizer Stelleninserat für UX/UI Designerinnen und Designer. Dazu kommen die potenzielle RAV-Meldepflicht 2026 für diese Berufsart und ein Inserat zum Übernehmen.
Aufbau, Gleichstellungsgesetz und Datenschutz erklärt der Leitfaden Stelleninserat schreiben. Hier steht nur, was bei UX/UI-Design anders ist, vor allem die Meldepflicht. Die Stelle geht unter Umständen zuerst ans RAV und darf erst nach fünf Arbeitstagen extern erscheinen.
Die Rolle in Schweizer Unternehmen
UX Designerinnen und Designer klären mit Gesprächen, Tests und Nutzungszahlen, was Menschen von einem digitalen Produkt brauchen, und halten das in Nutzerflüssen und ersten Skizzen fest. UI Designer übersetzen das in Oberflächen, meist in Figma auf Basis eines Design-Systems. In vielen Schweizer Teams übernimmt eine Person beides als Product Designer.
Banken, Versicherer, E-Commerce und Softwarehäuser suchen solche Profile. Barrierefreiheit nach WCAG und Mehrsprachigkeit sind in der Schweiz Standard; für die öffentliche Hand gilt eCH-0059 (Version 3.0, 2020) auf Basis von WCAG 2.1. Direkt darunter zeigt ITBoard die meistgenannten Skills der laufenden Inserate und das aktuelle Lohnband.
Für den Titel zählt die Gewichtung zwischen den Aufgaben, dazu Stufe und Pensum; das Produkt gehört in den Text.
Aufgaben, die in dieses Inserat gehören
HR Today empfiehlt höchstens sechs Aufgaben-Bullets, je mit Produkt und Werkzeug.
Nutzerforschung: Interviews, Usability-Tests und Nutzungsdaten für [Produkt]; sagen Sie, wer Testpersonen rekrutiert.
Konzeption: Struktur und Ablauf des Produkts entwerfen, bevor die Entwicklung beginnt.
Interface-Design: Layout, Komponenten und Interaktionen in Figma auf Basis des Design-Systems [Name].
Design-System pflegen: Komponentenbibliothek mit der Frontend-Entwicklung weiterentwickeln oder aufbauen.
Barrierefreiheit und Sprachen: Entwürfe nach WCAG 2.1 gestalten und für Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch auslegen.
Übergabe und Nachlauf: Design-Reviews mit dem Frontend-Team, Abnahme der Screens, Weiterentwicklung anhand von Analytics.
Schreiben Sie, wie sich die Arbeit verteilt, etwa «40 % Research, 60 % Interface-Design», und ob die Person das einzige Designprofil ist oder in ein Team von [n] kommt.
Anforderungen: Muss und Wunsch
JobCloud rät, Muss von «nice to have» zu trennen; hier ist das Portfolio die Kernanforderung, nicht der Abschluss.
Portfolio mit [2] Fallstudien, die Fragestellung, Research, Varianten und Entscheide zeigen
Studium in Interaction Design, Visueller Kommunikation oder Digital Ideation, etwa an der ZHdK, der HSLU oder der FHNW, oder Quereinstieg aus Grafik, Frontend oder Psychologie
[n] Jahre Praxis mit Figma, Design-Systemen, Interviews und Usability-Tests
Deutsch [C1] für Interviews mit Nutzenden, Englisch für Tools und Dokumentation
Arbeitsbewilligung für die Schweiz oder EU/EFTA-Staatsangehörigkeit
HTML und CSS, Verständnis für [Angular, React oder Vue]
Research-Tools wie Maze, UserTesting, Hotjar oder Google Analytics
Französisch oder Italienisch für Tests in der Romandie oder im Tessin
CAS in User Experience Design oder Zertifikat der Nielsen Norman Group
Der Stellenmarkt-Monitor Schweiz fand 2023 Deutsch in 87 %, Englisch in 32 % und Französisch in 23 % der Inserate; bei UX zählt Sprache mehr als im Engineering, weil Interviews in der Sprache der Nutzenden laufen. «Arbeitsbewilligung vorhanden» ist zulässig, weil der Aufenthaltsstatus laut dem Rechtsratgeber des Bundes ein sachliches Kriterium ist.
Lohnband und Pensum
Der ITBoard-Gehaltsreport für UX/UI Designer weist Jahreslöhne aus (Stand 2025/2026).
Junior – CHF 68'000 im Median, P25 bis P75 CHF 61'600 bis 74'400.
Mid-Level – CHF 88'000 im Median, rund CHF 79'800 bis 96'200.
Senior – CHF 115'000 im Median, rund CHF 103'000 bis 127'000.
Im Inserat steht der Lohn als Monatslohn × 13; CHF 88'000 sind rund CHF 6'770 × 13. Software Engineers liegen bei CHF 105'000 im Mid-Level; vergleichen Sie Design nicht direkt damit.
Eine Pflicht zur Lohnangabe gibt es nicht (Gutachten Pärli für das EBG, 2023); nur 11.8 % der von JobCloud 2024 befragten Firmen nennen den Lohn. Bei UX/UI wiegt das stärker, weil das Portfolio Bewerbungen vorfiltert und ein verstecktes Band zusätzlich abschreckt, wer dafür schon Fallstudien erstellt hat. Schreiben Sie «13. Monatslohn» dazu; 75.9 % der Arbeitnehmenden erhielten ihn 2024 laut BFS.
Das Pensum steht in Prozent im Titel; wenn 80 % möglich sind, schreiben Sie «80–100 %». Rund 37 % der Erwerbstätigen sind zumindest gelegentlich im Homeoffice; nennen Sie die Homeoffice-Tage als Zahl und die Tage vor Ort für Research-Sessions.
Meldepflicht: Diese Stelle geht 2026 zuerst ans RAV
Die Stellenmeldepflicht gilt in Berufsarten mit einer Arbeitslosenquote von mindestens 5 % (AIG Art. 21a, AVV Art. 53a). Die SECO-Liste vom 1. Dezember 2025 führt für 2026 keine Informatik-Berufsart, aber «Grafik- und Multimediadesigner/-innen» (21660) mit 733 Arbeitslosen auf 13'373 Erwerbstätigen, Quote 5.5 %. Die SECO-Datei mit den Berufsbezeichnungen ordnet dieser Berufsart «User Experience / User Interface Designer (UX/UI-Designer)» und «Interaktionsdesigner» zu. Ein UX-Inserat ist 2026 damit potenziell meldepflichtig.
Massgebend sind die Tätigkeiten, nicht der Titel; das Check-Up-Tool des SECO gibt nur einen Anhaltspunkt, endgültig prüft das RAV.
Stelle im Job-Room melden.
Fünf Arbeitstage warten; die Sperrfrist beginnt am Arbeitstag nach der Aufschaltung und lässt sich nicht verkürzen.
Die innert drei Arbeitstagen zugestellten Dossiers prüfen.
Dem RAV zurückmelden.
Extern publizieren.
Keine Meldung braucht es bei interner Besetzung mit jemandem, der seit mindestens sechs Monaten im Konzern arbeitet, oder bei Anstellung einer beim RAV angemeldeten Person. Beauftragen Sie einen Vermittler, meldet dieser; vorsätzliche Verstösse kosten bis CHF 40'000 Busse (AIG Art. 117a).
Vorlage: Stelleninserat UX/UI Designer/in
Ersetzen Sie die Platzhalter in Klammern und streichen Sie, was nicht gilt.
[UX/UI / Product] Designer/in (w/m/d), [Senior], 80–100 %
[Ort], [2] Tage Homeoffice pro Woche, unbefristet, Stellenantritt nach Vereinbarung
[Firma] baut [Produkt] für [Nutzergruppe] in [Sprachen]. Sie kommen in ein Designteam von [n] Personen [oder: als erstes Designprofil] und arbeiten mit Product Owner und Frontend-Team.
Sie führen Interviews und Usability-Tests mit [Nutzergruppe] durch und werten Daten aus [Analytics-Tool] aus.
Sie entwerfen User Flows, Informationsarchitektur und Wireframes für [Produkt].
Sie gestalten Oberflächen in Figma auf Basis unseres Design-Systems [Name] und entwickeln es mit der Frontend-Entwicklung weiter.
Sie sorgen dafür, dass Entwürfe WCAG 2.1 erfüllen, und begleiten die Umsetzung mit Design-Reviews.
Portfolio mit mindestens [2] Fallstudien, die Prozess und Entscheide zeigen; ein Link genügt.
Abschluss in Interaction Design oder verwandtem Fach, oder gleichwertige Praxis; [n] Jahre Erfahrung mit Figma, Design-Systemen, Nutzerforschung.
Deutsch [C1] für Interviews, Englisch [B2]. Von Vorteil: Französisch, HTML und CSS, [Maze / Hotjar].
Lohnband CHF [P25] bis CHF [P75] × 13, je nach Erfahrung, plus [Bonus].
[41]-Stunden-Woche, 5 Wochen Ferien, [2] Tage Homeoffice pro Woche.
Werkzeuge: Figma, [Research-Tool], [Analytics-Tool]; Budget für Testpersonen und Weiterbildung CHF [n] pro Jahr.
CV, Portfolio-Link und Arbeitszeugnisse genügen, ein Motivationsschreiben braucht es nicht.
Ablauf: Rückmeldung innert [5] Arbeitstagen, Portfolio-Gespräch, [keine / vergütete Design-Aufgabe, höchstens 4 Stunden], Entscheid innert [2] Wochen.
Fragen beantwortet [Name, Funktion], [E-Mail], [Telefon]. Datenschutz für Bewerbende: [Link].
Formulierungen und Fehler bei dieser Rolle
Designerinnen und Designer prüfen zuerst, ob ein Team oder eine Einzelrolle wartet, ob ein Design-System besteht und wie viel Research möglich ist. «Kreativer Allrounder für UX, UI, Frontend und Marketing» schreckt ab, weil es vier Berufe in einen Lohn packt. Tool-Listen ab Photoshop signalisieren eine Grafik- statt eine Produktdesign-Stelle; Figma ist der Standard.
Nehmen Sie auch Einsteigerinnen und Einsteiger, schreiben Sie das hin; Praktikanten und Werkstudenten finden beschreibt das Ausschreiben eines Praktikums.
Prüfen Sie vor dem Publizieren
Titel mit UX, UI oder Product Designer, Stufe und Pensum
Meldung im Job-Room erledigt, Sperrfrist abgelaufen, RAV-Dossiers beantwortet
Portfolio: Anzahl Fallstudien, Link genügt
Lohnband in CHF × 13 mit Stufe
Design-Aufgabe mit Umfang und Vergütung, oder ausdrücklich keine
Bewerbungsweg mit Datenschutzerklärung und Zeitplan
Verwandte Vorlagen
Verantwortet die Person Backlog und Priorisierung statt Research, suchen Sie einen Product Owner. Übersetzt sie fachliche Bedürfnisse in Anforderungen, passt Business Analyst; setzt sie Oberflächen selbst um, ist es eine Fullstack-Stelle.
Häufige Fragen zur Stellenbeschreibung UX Designer
UX Designer, UI Designer oder Product Designer: Welcher Titel gehört ins Inserat?
Der Titel folgt der Gewichtung: «UX Designer» bei Research und Konzeption, «UI Designer» bei Layout und Design-System, «Product Designer», wenn eine Person beides abdeckt; ergänzen Sie Stufe und Pensum. Eine geschlechtsneutrale Form schreibt das Gesetz nicht vor; «(w/m/d)» oder die Schrägstrichform ist verbreitete Praxis.
Ist eine Stelle als UX/UI Designer/in meldepflichtig?
Grundsätzlich ja, sofern die Tätigkeit tatsächlich Research und Interface-Design umfasst; massgebend sind die Aufgaben, nicht der Titel, und die endgültige Prüfung macht das RAV. Die SECO-Liste 2026 ordnet «Grafik- und Multimediadesigner/-innen» (Arbeitslosenquote 5.5 %) auch UX/UI-Designer zu. Ist die Stelle betroffen, melden Sie sie im Job-Room, warten fünf Arbeitstage, prüfen die Dossiers und melden zurück, bevor Sie extern publizieren.
Welches Lohnband soll ich für UX/UI Designer angeben?
Der ITBoard-Gehaltsreport nennt für UX/UI Designer Jahresmediane von CHF 68'000 (Junior), CHF 88'000 (Mid-Level) und CHF 115'000 (Senior). Nennen Sie das Band der gesuchten Stufe von P25 bis P75, für Mid-Level CHF 79'800 bis 96'200, als Monatslohn × 13.
Wie verlange ich das Portfolio im Inserat?
Ein Link genügt, keine PDF-Sammlung. Sagen Sie, wie viele Fallstudien Sie ansehen, etwa zwei, und was sie zeigen sollen: Fragestellung, Research, verworfene Varianten, Entscheide. Portfolio-Daten sind Personendaten; informieren Sie nach DSG Art. 19 über Zweck und Empfänger und vernichten Sie das Dossier nach der Absage.
Muss ein UX/UI Designer programmieren können?
Nein. Grundkenntnisse in HTML und CSS und Verständnis für das Frontend-Framework erleichtern die Übergabe und gelten in vielen Inseraten als Plus; als Muss-Kriterium verkleinern sie den Kandidatenkreis. Beschreiben Sie die Übergabe: Design-Reviews, Spezifikation in Figma, Abnahme der Screens.
Kann ich einen UX/UI Designer ohne Berufserfahrung einstellen?
Ja, aber Junior-Stellen sind im Design seltener als im Engineering; Praktika und Werkstudentenjobs sind der häufigste Einstieg. Verlangen Sie auch von Einsteigerinnen und Einsteigern ein Portfolio aus dem Studium und schreiben Sie das offen ins Inserat.
Inserat aus dieser Vorlage erstellen
Ein Firmenkonto ist gratis und enthält 3 Gratis-Inserate; danach kostet ein Basic-Inserat CHF 49 für 1 Monat. Publizieren Sie die UX-Stelle auf ITBoard erst nach Ablauf einer allfälligen RAV-Sperrfrist; Lohnband und Skills des Inserats werden dann als Filter genutzt und als strukturierte Daten an Google for Jobs übergeben.
· Quellen: ITBoard-Gehaltsreport UX/UI Designer, Rollenprofil UX / UI Designer, AIG, AVV, SECO: Meldepflichtige Berufsarten 2026, SECO: Berufsbezeichnungen 2026, SECO: Check-Up 2026, arbeit.swiss: FAQ Stellenmeldepflicht, Gleichstellungsgesetz, DSG, OR, Rechtsratgeber Rassismus des Bundes, HR Today, «Stelleninserat in 8 Schritten» (21.9.2020), JobCloud: Checkliste Stelleninserat, JobCloud: Der Lohn in Stelleninseraten 2024, EBG: Gutachten Pärli 2023, BFS: Lohnstrukturerhebung 2024, BFS: Teleheimarbeit, Adecco Job Index Q1 2023, EDÖB-Leitfaden Arbeitsbereich, eCH-0059 Accessibility Standard